Wissenswertes

Quilts, ob traditionell oder modern, haben etwas gemeinsam: die Liebe zum Material, zu den Farben und zum Design und die Verwirklichung des Machbaren.

Quiltkunst erzählt über das Leben

unsere Wünsche

Träume und Erinnerungen

Sie besticht aber nicht nur durch Form und Farbe , sondern stellt die Verbindung zwischen Material und Betrachter her. In jedem Quilt steckt ein Stück Seele. Die Gefühle, die durch die Faszination eines Quilts hervorgerufen werden, sind individuell – gleichwohl entsteht eine Harmonie und Atmosphäre, wie durch kaum ein anderes Medium.

Die Fülle kreativer Möglichkeiten liegt im Aufbrechen der Geometrien, in der freien Variation der Farben, Formen, Materialien und Bearbeitungstechniken.

Alle theoretische Erkenntnis wird jedoch erst durch das Anschauen von Quilts jeden Alters und unterschiedlicher Provenienz brauchbar und lebendig.

Letzten Endes bleibt es eine Frage der Zeit, bis sich Quiltmaker auf der internationalen Textilkunstbühne der ihnen zustehende Anerkennung erringen werden. Auch auf diesem Wege sind die Amerikaner Vorreiter. Moderne Quilts sind häufig in Banken, Hotelfoyers und öffentlichen Räumen anzutreffen und werden von Museen und Sammlern geschätzt.

Die modernen Quilts verdeutlichen, daß die technischen und künstlerischen Grenzen des Mediums sehr weit gesteckt sind. Innerhalb ihres willkürlich gewählten Rahmens spüren die Quiltmaker nach den textilen Qualitäten und strukturellen Besonderheiten ihres Themas. Das Hauptthema der meisten Quiltmaker sind Formen und Farbe geblieben. Ihre Kompositionen können so subtil und feinfühlig wie bei Michael James oder so laut und direkt wie bei Nancy Crow sein.

Motive mit starker Anlehnung an traditionelles Patchwork können unter Umständen umwerfend modern wirken. Die Freiheiten zur Gestaltung eines Patchworkquilts scheinen endlos geworden zu sein und viele nutzen sie inzwischen.

In diesem Sinne hat auch Schnuppe von Gwinner neue Möglichkeiten textilen Gestaltens entwickelt. Der von ihr eingeschlagene Weg ist eine Suche nach dem Ziel. „Die Entwicklung muß wachsen. Man muß geduldig mit sich selber sein.“ Aber: „Man muß wissen, wohin es soll“ bestärkt die Künstlerin sich selbst angesichts der vor ihr liegenden Freiheit. Denn diese, so resümiert sie „ist endlos"

Jede Aufzählung muß in diesem Zusammenhang jedoch unvollständig und damit vielleicht auch ungerecht bleiben. Gleichgültig, an welchen Ort der Welt Quilts entstehen – geschaffen von einer Pionierfrau des 19. Jhr. oder einem Quiltmaker des 20. und 21. Jhr- immer bleiben sie ein Gegenstand, der nur in der direkten Gegenüberstellung von Objekt und Betrachter in seiner ganzen Dimension erfaßt werden kann.

Buchempfehlung: Schnuppe von Gwinner – Die Geschichte des Patchworkquilts